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Funkenemissionsspektroskopie
Die Materialzusammensetzung eines metallischen Werkstoffs kann mittels optischer Funkenemissions-Spektroskopie (OES) analysiert werden. Es können plane Metallproben mit einem Mindestdurchmesser von 13 mm analysiert werden. Kleinere Probendurchmesser gehen auf Kosten der Messunsicherheit.
Die frisch angeschliffene Metalloberfläche wird durch eine elektrische Funkenanregung im Reinstargon-Gasstrom aufgeschmolzen und verdampft („Abfunken“).
Dabei entsteht eine Art "Brennfleck“. Die angeregten Metallatome emittieren durch die eingebrachte Energie Licht, das an einem optischen Gitter in die verschiedenen Wellenlängen spektral zerlegt wird. Die entsprechenden Lichtintensitäten werden
an drei großen extrem temperaturstabilisierten CCD-Chips gemessen. Jedes Element emittiert charakteristische Wellenlängen, die elementspezifisch sind,
und die Intensität ist proportional zur Elementkonzentration. Die Auswertung erfolgt mit leistungsfähiger Software.
Für präzise Messungen ist es notwendig, das Messgerät zuvor mit einer Vielzahl an zertifizierten Referenzmaterialien zu kalibrieren.
Nicht nur jede Metallmatrix für sich, sondern auch die verschiedenen Untergruppen sind hier zusätzlich zu berücksichtigen. Bei Stahl sind acht Untergruppen,
wie z. B. Automatenstahl, niedrig legierter Stahl oder
Edelstahl notwendig. Beim Aluminium sind dies fünf Untergruppen und beim Kupfer mindestens die zwei Systeme Cu/Zn (Messing) und Cu/Sn (Bronze).
Dieser Aufwand ist notwendig, um Matrix-Effekte und evtl. auftretende Linienstörungen effektiv herausrechnen zu können. Es ist nun mal wie so oft:
Der Teufel steckt im Detail!
Entsprechend unseren Wünschen ist die vorhandene umfangreiche Werkskalibrierung des Messgeräts noch erweitert worden,
um möglichst viele Informationen zu Ihrer Probe zu bekommen. Das heißt, nicht nur die üblichen genormten Elementgehalte werden gemessen,
sondern auch die Nebenelemente und zahlreiche Spurenstoffe. Dies macht es uns möglich, z. B. auch den Bleigehalt in Edelstählen kontrollieren zu können,
der normalerweise nicht zur Elementliste der Funkenemissionsspektrometer für VA-Materialien gehört.
Eine weitere Optimierung bestand darin, die kalibrierten Messbereiche nach oben hin zu erweitern, um auch nicht ganz so häufige Materialien erfassen zu können.
Denn es zeigt sich zunehmend, dass viel versprechende neu auf dem Markt erscheinende Werkstoffe gerne ausprobiert werden.
Damit ist die ACL GmbH bei der Materialanalyse auf dem neuesten Stand der Technik und für die Zukunft gut gerüstet.
Probieren Sie es aus!
Der Ansprechpartner ist Herr Dipl. Ing. Thomas Reutter (Tel. 07457 74-24).
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